Ein Erfolgsproduzent und die Frage: Alles nur Zufall?

Von Lars Schall
Februar 16, 2026

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Hollywood-Drehbuchautor Roger Avary („Pulp Fiction“) kommt auf einen Geheimdienst-Mann zu sprechen, der einen Film produziert hat über ein Flugzeug, das in ein Gebäude stürzt, und einen weiteren, in dem Gebäude zusammenbrechen. Außerdem war der gleiche Geheimdienst-Mann auch ein Executive Producer bei Oliver Stones Kassenschlager „JFK“.

Der Hollywood-Drehbuchautor Roger Avary war neulich zu Gast bei Podcaster Joe Rogan. Im Laufe des Gesprächs schauten sie sich Videoausschnitte mit kontrollierten Sprengungen von Gebaüden an und verglichen diese mit dem Kollaps von World Trade Center-Gebäude 7 am 11. September 2001.
Avary sagte dazu: „Weißt du, wir haben über vorrausschauende Programmierung ( gesprochen und darüber, wie Filme … Dinge im Voraus vorhersagen können und dich irgendwie auf die Zukunft vorbereiten, auf das, was kommen wird. 1999 kam ein Film heraus, der praktisch ein Manifest war, und dieser Film hieß ‚Fight Club‘, und wie endet dieser Film? Am Ende des Films stürzen die Gebäude ein, die das Finanzsystem der Zukunft darstellen, damit sie eine neue Zukunft schaffen können. Wer hat diesen Film produziert? Arnon Milchan. Wer ist Arnon Milchan? Und sie haben einen Werberegisseur dafür engagiert, Fincher, er ist ein ausgezeichneter Regisseur, und ich finde, es ist ein hervorragender, wunderschön gemachter Film. Aber wer ist Arnon Milchan? Nun, er selbst hat gesagt, er sei ein Mossad-Agent, und er hat das laut gesagt, das sage nicht ich, das sagt er selbst. Und Fincher sagte: ‚Oh ja, mein letzter Film wurde von einem Waffenhändler produziert.‘ Nun, das ist er. Das ist Arnon Milchan. Und was ist ein weiterer Film von Arnon Milchan?  ‚The Medusa-Touch‘ mit George C. Scott und, glaube ich, Lee Rimik. Und was passiert in diesem Film? Ein Flugzeug stürzt in ein Gebäude. … Dieser Typ ist besessen von Flugzeugen, die in Gebäude stürzen, und von zusammenbrechenden Gebäuden in Filmen. Was ist also wahrscheinlich, wissen Sie, hat er diese Szenario-Pläne gelesen, die das Verteidigungsministerium erstellt und vielleicht, wissen Sie, …vom Mossad … Pläne, die erstellt werden? Ich habe über John Millius für das Verteidigungsministerium gearbeitet, und wir haben Szenarien geschrieben. Sie haben eine Reihe von Hollywood-Autoren in einem, wie soll ich sagen, Konferenzraum versammelt, der eher wie ein kleiner Ballsaal aussah, und uns alle an einen Tisch gebracht und gesagt: ‚Lasst uns Möglichkeiten finden, wie man Los Angeles angreifen könnte‘, und wir alle haben Szenarien geschrieben, wie man L.A. angreifen könnte. Heute verwenden sie dafür einfach KI. Aber hat er diese Szenarien gelesen, hat er Zugang zu ihnen und baut sie einfach in seine Filme ein? Nun, dieser Film wurde 1999 gedreht, und was geschah unmittelbar nach dem Kinostart? Diese Gebäude stürzten ein. Der 11. September kam. Ist es also eine Art vorausschauende Programmierung, bei der man der Welt zeigt, was kommen wird, und das es fast schon akzeptabel macht, es zu tun? Oder ist es nur Zufall? Und die meisten Leute da draußen werden sagen: ‚Oh nein, es ist nur Zufall, es ist Zufall, er ist einfach nur zufällig…‘ – ich meine, das ist, was er gesagt hat, ich weiß nicht, ob er beim Mossad ist oder nicht, aber das hat er gesagt. Also…“

Sehen und hören Sie Roger Avarys Ausführungen hier.
Arnon Milchan ist auch Co-Produzent gewesen bei einem Film über ein anderes einschneidendes Ereignis: „JFK“ (1991) von Oliver Stone. Details dazu sehen und hören Sie hier.
Ich halte „JFK“ von Oliver Stone für einen Film, der auf wackligen Beinen unterwegs ist und Quellen verwendet, die teils fragwürdiger Natur sind.
Wacklige Beine: nehmen Sie diesen zentralen Ausschnitt hier aus „JFK“, in dem Staatsanwalt Jim Garrisson auf „Mr. X“ trifft.
Mark Lane („Rush to Judgement“) erklärte 1992, dass „Mr. X“ dem hochrangigen Militär Fletcher Prouty entsprach. Allein, Regisseur Stone biegt hier die Wahrheit. Mark Lane: „Ich könnte fast verzeihen, dass Fletcher Prouty / Mr. X, während des Prozesses 1968 zu Jim Garrison kommt und ihm Ratschläge gibt, obwohl Prouty und Garrison sich tatsächlich erst 1989 zum ersten Mal trafen und er ihm niemals Ratschläge gab.“ Hören Sie hier.
Fragwürdige Quellen: da wäre „Crossfire“ zu nennen, ein Buch von Jim Marrs, das 1989 erschien. In diesem Buch stellte Marrs u.a. die Theorie auf, dass Kennedy versuchte, die Macht der Federal Reserve einzuschränken, und dass Kräfte, die sich einer solchen Maßnahme widersetzten, zumindest eine gewisse Rolle bei der Ermordung gespielt haben könnten. Marrs verbreitete in diesem Fall Mythen – wie Sie ausführlich hier und hier nachhören können.
Jim Marrs‘ Buch „Crossfire“ diente als eine Grundlage für „JFK“ von Oliver Stone. Nach dem Erfolg von „JFK“ wurde „Crossfire“ ein Bestseller.
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